Geschichte

Die Geschichte des Christus-Pavillons ist von Anbeginn mit dem Wiederaufbau der romanischen Klosterkirche von Volkenroda verknüpft. Längsschiff und angrenzender Kreuzgang waren fast gänzlich zerstört. Beides sollte in moderner Bauweise wieder errichtet werden, um die historische Klosteranlage der Zisterzienser zu vervollständigen. Die an das frühere Tochterkloster Loccum gerichtete Bitte um finanzielle Mithilfe traf dort auf Überlegungen, wie ein angemessener Beitrag der christlichen Kirchen für die EXPO aussehen könnte. Zunächst war es mehr Wunsch als Plan, einen Pavillon auf der Weltausstellung zu errichten, der danach im Kloster Volkenroda seinen endgültigen Platz finden sollte. Doch Horst Hirschler, damals Landesbischof der Ev.- luth. Kirche Hannovers, griff diese kühne Idee auf und führte sie mit großzügiger Unterstützung der deutschen Stahlindustrie zur Realisierung. Nach den Plänen des Architekten Meinhard von Gerkan zunächst in Hannover gebaut, begann unmittelbar nach Abschluss der Weltausstellung die Umsetzung nach Volkenroda. Mit dem großen Christusraum und dem modernen Kreuzgang ist er nun Bestandteil des wiedererstandenen Klosters.

Architektur

Der Christus-Pavillon ist von klar strukturierter Architektur. Wie bei den Zisterziensern ist das Quadrat die Grundform für Kirchenraum und Kreuzgang. Diese bewusste Harmonie der Maße wird durch die zurückhaltenden Baumaterialien aufgegriffen: Stahl, Glas, Sichtbeton und Marmor. Die Glasfenster des nach außen gelegten Kreuzgangs sind in ungewöhnlicher Weise mit vertrauten Gegenständen gefüllt. Sie holen den Besucher gleichsam aus dem Alltag ab. Der Kreuzgang umschließt den inneren Christus-Raum, dessen Wände aus dünn geschnittenem Marmor eine lichtdurchlässige Schale bilden. Dieser Raum ist fast leer. Hier herrscht Konzentration, Sammlung, Einfachheit. Den Übergang zwischen Christus-Raum und Kreuzgang gestalten neun Kammern des Künstlers Andreas Felger. Im Mittelpunkt seiner farbintensiven Flächenmalerei steht jeweils eine biblische Kernaussage.

Ein Haus für die Seele der Menschen

Schon die Zisterzienser haben das Spiel mit dem Licht geliebt und gewusst, dass es die Seele des Menschen zur Ruhe bringt. Der Innenraum des Christus-Pavillons ist in besonderes Licht getaucht. Er kommt der Sehnsucht nach heiligen Räumen entgegen, in denen die Seele aufatmen kann. Mit seinem ungewöhnlichen Kreuzgang, den zur Meditation einladenden neun Kammern und dem eindrucksvollen Sakralraum spricht dieses moderne Gotteshaus in besonderer Weise suchende Menschen an. Die Einladung des Glaubens kann mit allen Sinnen erspürt und erfahren werden.

Die neun Kammern im modernen Kreuzgang sind vom Künstler Andreas Felger gestaltet und symbolisieren, wie sich Jesus Christus uns Menschen in der Bibel darstellt.

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