Geschichte

Das 1131 von Zisterziensern gegründete Kloster Volkenroda bei Mühlhausen besitzt die älteste noch erhaltene Zisterzienser-Klosterkirche in Deutschland. Heute gestaltet die ökumenische Kommunität der Jesus-Bruderschaft das klösterliche Leben.

In der DDR-Zeit stand die alte Klosteranlage kurz vor dem Zerfall – mit allen Zeugnissen der 800-jährigen Geschichte. Das Dorf Volkenroda schien durch Abwanderung auszusterben und mit der Schließung der Klosterkirche schien das Schicksal endgültig besiegelt. Doch dann kam die Wiedervereinigung Deutschlands. Ein Wunder, dessen Folgen vielen Menschen Chancen und Risiken zugleich boten.

Die Zisterzienser wählten für ihre Klostergründungen abgeschiedene Täler, da sie von ihrer Hände Arbeit, also von Ackerbau und Viehzucht lebten. Die Bauweise war bewusst schlicht: Kein Schmuck sollte den Betenden ablenken, der Kirche war nur ein Dachreiter als Turm erlaubt, die Wände blieben unverputzt. Dies ist bis heute ähnlich, wenngleich der Wiederaufbau mit modernsten Baumaterialien erfolgte: „Auf den Fundamenten von gestern, mit den Materialien von heute, für morgen bauen“ ist die Philosophie der heutigen Kloster-Bauweise.

Details zur Geschichte finden Sie in unserer Kloster-Chronik.

Zur neueren Geschichte des Klosters ist ab Juni 2015 eine Publikation von Katharina Freudenberg in der Klosterpforte erhältlich.

„Das Wunder von Volkenroda“ – so titelte 2001 die Wochenzeitung „Die Zeit“ über den Wiederaufbau des Klosters Volkenroda. 1990 war die halb verfallene Klosteranlage in Thüringen weithin unbekannt. Umso erstaunlicher erscheint der bauliche und geistliche Wiederaufbau, der das Kloster zu einem einladenden Ort der Begegnung zwischen den Konfessionen und Menschen aus Ost- und Westdeutschland werden ließ. So zogen kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands zwei westdeutsche Bruderschaften (Jesus-Bruderschaft Gnadenthal und Christusbruderschaft Selbitz) in das ostdeutsche Dorf. Diese einmalige Situation bot die Chance, langjährige Ost-West-Interaktionen im ländlichen Raum zu analysieren: An welchen Punkten konnte man sich verständigen? Welche Prägungen erschwerten die Begegnung? Diesen Fragen geht die kirchengeschichtliche Studie mittels Interviews nach, die der Oral History verbunden sind.“

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