Zeit der Zisterzienser

1131 - Die europaweite Erneuerungsbewegung der Zisterzienser erreicht Volkenroda.

Zwölf Mönche und ein Abt zogen von Altenkamp (Niederrhein) an den abgelegenen Ort in Thüringen, nachdem ein Vortrupp bereits eine hölzerne Kirche und provisorische Klostergebäude errichtet hatte.

So entstand als vierte Zisterziensergründung auf deutschem Boden das Kloster Volkenroda, das 49. Kloster in der gesamten Reihe von Zisterziensergründungen.

Am dritten Pfingsttag 1150 konnte - nach harter, fleißiger Arbeit - die Klosterkirche durch den Erzbischof von Mainz geweiht werden.

Von 1133 bis 1165 wurden wiederrum von Volkenroda aus Tochterklöster gegründet: Zuerst Waldsassen, dann Reifenstein und Loccum, zuletzt Dobrilugk.

Die Zisterzienser wählten für ihre Klostergründungen abgeschiedene Täler, da sie von ihrer Hände Arbeit, also von Ackerbau und Viehzucht lebten. Die Bauweise war bewusst schlicht: Kein Schmuck sollte den Betenden ablenken, der Kirche war nur ein Dachreiter als Turm erlaubt, die Wände blieben unverputzt.