Ansprechpartner

  • Anne-Sophie Dessouroux
    Tel. 036025.559-70
    E-Mail

Allgemein

Wir möchten Sie/Dich kennenlernen und freuen uns über aussagekräftige Bewerbungen:

  • Lebenslauf – was hast Du bisher alles gemacht und erlebt
  • Motivationsschreiben – was möchtest Du hier bei uns lernen und erleben? Was sind Deine Stärken und Interessen
  • Kopien von aktuellem Zeugnis, Zertifikate und ähnliches – alles was zeigt, was Du kannst oder Dich besonders macht

Bitte schicke eine schriftliche Bewerbung per Email oder per Post an das Europäische Jugendbildungzentrum.

Bewerbungsfristen

Bewerbungsfristen intern und seitens der Träger

Die meisten Programme und Ausbildungen beginnen Anfang September. Damit wir uns davor kennenlernen können, wollen wir spätestens einen Monat vorher Deine Bewerbung hier bei uns haben.

Seitens des Klosters sind die Chancen auf einen Platz am höchsten, wenn wir Deine Bewerbungen vor Ostern bekommen und Du unsere Kennenlerntage an Ostern mitmachen kannst, wo wir alle Bewerber für Start September einladen. Danach ist die allerspäteste Frist der 01. August, damit ein Start am 1.9. möglich ist.

Als BFDler gehen auch andere Startzeitpunkte, in Ausnahmesituationen auch für die FSJ Stellen.

Bewerbungen bis Ostern, bzw. spätestens 01. August:

das Duale StudiumStart 01.Oktober
die Ausbildungen als Koch/HotelfachfrauStart September
das FSJ (Kultur) oder FÖJStart September

Flexible Bewerbungszeiten gibt es für

den Bundesfreiwilligendienst (BFD)ganzjähriger Start möglich

Kennenlernwochenende

Nach Deiner Bewerbung und unserem Interesse an Dir laden wir Dich für zwei bis vier Tage zum Kennenlernen und Mitarbeiten ein. Kost und Logis sind frei; Fahrtkosten trägst Du.

In Volkenroda wirst Du in den verschiedenen Aufgabenbereichen mitarbeiten, lernst die aktuelle Jahresmannschaft und die Ansprechpartner der einzelnen Arbeitsbereiche kennen und hast die Möglichkeit, all Deine Fragen loszuwerden.

Das zentrale Bewerberwochenende ist über Ostern (Gründonnerstag-abend bis Sonntagmittag). Bewirbst Du Dich erst nach Ostern oder für einen anderen Zeitpunkt, sind auch individuelle Kennenlerntage vereinbar.

Ein Bericht von Sophie Faulstich, FSJ Kultur 2012/2013

Kaum hat man sich so richtig eingerichtet und eingelebt, schon geht es weiter. Ende August wird mein FSJ Kultur in Volkenroda vorbei sein. Dann werde ich „mein“ Kloster mit Sack und Pack verlassen und einiges mit mir nehmen. Zuallererst die Erinnerungen und Spuren der vielen Begegnungen mit lieben Menschen – ob Kollegen, die Kommunität, KAZler, Nachbarn oder Gäste, viele haben mich beeindruckt und weitergetragen.

Hier bekam ich viele Freiheiten, mich auszuprobieren und hatte die verschiedensten Aufgaben. Ich habe meine Grenzen zu spüren bekommen und musste sie auch manchmal überschreiten. Doch es gab immer Leute, die mich aufgefangen haben, wenn ich fiel. Manchmal war ich gern „weit weg“ vom Kloster, manchmal lieber mittendrin. Doch es ging immer weiter.

Ich mag das Gefühl anzupacken und traue mir mittlerweile auch viel mehr zu. Auch scheinbar schwere Aufgaben kann man meistern – mit Selbstvertrauen, Gelassenheit, der Hilfe anderer und einem gesunden Gottvertrauen!

Denn auch in Bezug auf meinen Glauben hat mich dieses Jahr bewegt. Oft waren es die Zweifel, Diskussionen und auch Enttäuschungen, die mich berührten. Doch einige Menschen zeigten mir hier offen ihre Spiritualität, ihren Glauben und ihre Einstellung, beeindruckten und prägten mich. Es gibt hier wirklich eine sehr spannende FSJ-Stelle, aber, wenn man will, eben viel mehr als das.

Doch was kommt nach dem „Abenteuer Volkenroda“? Zunächst zieht es mich nach Jena zum Studium. Germanistik & Religionswissenschaft werden mich beschäftigen, gepackt haben sie mich schon längst. Sehr prägend wird sicher meine Zeit beim Evangelischen Studienwerk werden, das mir die Chance zum Wachsen und Weiterentwickeln geben will. Ähnlich oder vielleicht doch ganz anders als in Volkenroda werde ich in einer Wohngemeinschaft leben und mich im Univiertel engagieren.

Ich weiß noch nicht, wohin Gott mich in Zukunft führen will und wo er mich braucht. Doch es wird sicher gut werden, da bin ich mir sicher.

In allem Neuen nehme ich mir auch ein Stück Volkenroda mit. Hoffentlich bleibt diese Verbindung noch lange bestehen. Meine erste Wiederkehr wird auch schon im September sein, wenn ich bei den Kennenlerntagen von Fünftklässlern mithelfe.

Sophie Faulstich, Juli 2013

Ein Jahr Lebensschule

Schon ungefähr einen Monat bevor mein Jahr im Kloster herum war, wurde ich gefragt, ob es sich denn gelohnt hätte und ich mich noch einmal dafür entscheiden würde. Aber zu diesem Zeitpunkt wollte ich mir noch gar keine Gedanken darüber machen, denn die letzte Zeit ist genauso prägend wie die am Anfang. Aber nun lebe ich noch drei Tage im Kloster und kann mich dem Abschied nicht verweigern, so sehr ich es auch wöllte. Allein weil unsere Nachfolger schon in den Startlöchern stehen und wir eine Woche gemeinsam verbringen.

Ob mich Volkenroda verändert hat? Auf jeden Fall! Zwischen scheinbar unzähmbaren Konfirmandengruppen und Morgenauslegung vorbereiten war ich so vielen Herausforderungen ausgesetzt, wie ich es selbst nie für möglich gehalten hätte. Dank Gottes Hilfe und so vielen Menschen, die an mich geglaubt und mich immer wieder ermutigt haben ist das vergangene Jahr für mich zu einem ganz Besonderen geworden. Ich erinnere mich oft an eine, vielleicht die prägendste Situation: Nach einer Abendandacht vor Konfirmanden, bei der es mehr ums Ermahnen als um die Andacht ging, war ich sehr verunsichert und wollte nicht noch einmal vor diese Gruppe treten. Aber es lag noch eine Woche voller Programmeinheiten vor uns, die sich wie riesige dunkle Wolken vor mir auftürmten. Am Abend nach der Andacht haben Anne-Sophie, die mir in allen Lebenslagen zur Seite stand, und ich aufgeräumt und sie sah vermutlich, dass ich mich in meiner Haut sehr unwohl fühlte. Wir redeten über den Abend und sie gab mir so wertvolle Tipps im Umgang mit Gruppen, die ich mir bis heute bewahre. Und dann haben wir noch zusammen gebetet. Ab diesem Gebet an waren die kommenden Einheiten nur noch kleine Wolken am blauen Himmel und ich konnte der Gruppe mit Kraft und Stärke entgegentreten. Ich bin mir sicher, der Heilige Geist hat sein Werk getan und schlussendlich ist diese Woche ist dann so intensiv geworden, dass es am Ende nicht leicht war, die Konfirmanden gehen zu lassen.  In Volkenroda bin ich an jeder Herausforderung gewachsen und ich möchte keine einzige missen.

Und natürlich nicht zu vergessen: Die zahlreichen guten Momente. Volkenroda ist ein schöner Ort, der durch seine Menschen noch schöner wird. Hier prägten mich die unterschiedlichsten Menschen, die alle gemein haben, gern an diesem Ort zu beten und zu arbeiten. All jene gaben mir so wertvolle Lebens- und Glaubenstipps. Zudem durfte ich mich durch die Mitlebenden stark verändern, weil sie mir gezeigt haben, dass ich einen Wert habe, der nicht von meinem Tun abhängt, sondern allein von Gott.

Und ich entschuldige mich bei allen, denen ich die Frage nicht beantworten wollte, obwohl ich die Antwort längst wusste: Ja, ich würde mich wieder für dieses besondere Jahr entscheiden. Ich bin dankbar für jeden Moment mit Gott und für das Kloster, das keinen so gehen lässt, wie er gekommen ist.

Johanna Minkos, 2017/18

Das Jahr im Kloster

Ein Jahr lang im Kloster leben – das schien anfangs sehr herausfordernd für mich, besonders da ich aus keinem christlichen Umfeld komme. Zu Beginn bekam ich gesagt, wenn ich nicht wisse was zu tun sei, dann im Zweifel „einfach die Hände falten und Amen sagen“. Dass Glauben viel mehr bedeutet als das, habe ich schnell begriffen. Durch das WG – Leben und die Gemeinschaft mit der Kommunität und der Mitarbeiter des Klosters habe ich eine ganz besondere und neue Art der gegenseitigen Unterstützung und des Zusammenhaltes erfahren dürfen.

Jeder Tag war eine neue Überraschung. Alltag, das gab es nur selten. Mal war Volkenroda eine Ruheoase, dann wieder Schauplatz eines riesigen Festivals. Immer haben wir uns gegenseitig getragen – als Team. Nie wurde man mit seinen Aufgaben alleine gelassen und über jede noch so große Hürde sind wir gemeinsam gegangen.

Meine Zeit im Kloster hätte nicht vielseitiger sein können: Arbeiten in der Klosterpforte, Ansprechpartner für Besucher sein und der täglicher Kontakt mit den Gästen wurden begleitet durch das Zusammenleben mit neun anderen Jugendlichen, das geprägt war von Spieleabenden, tiefen und langen Gesprächen, spontanen Küchenpartys und nächtlichen Kissenschlachten.

Und dann immer wieder die Frage nach Gott, mal zweifelnd, mal zuversichtlich, aber stetig präsent.

Viel habe ich mitgenommen aus meinem BFD: Verantwortung zu übernehmen, mich selbst auch mal zu überraschen und meine Ängste und Zweifel zu überwinden, in Gemeinschaft zu leben, sich selbst auch mal zurück zu nehmen, aber auch auf seine Bedürfnisse zu bestehen und sicherlich auch auf Gott zu vertrauen und zu glauben, mal mehr, mal weniger.

Jetzt ist mein Jahr vorbei und ich verlasse ein Stück Zuhause und ein Teil Familie.

und dennoch ist sicher, das war kein Abschied für immer. Volkenroda wird für immer ein Teil meines Lebens bleiben!

Sarah Burgdorf, 2017/18

Eine Brücke ans Licht

Mein Name ist Christina. Ich bin  45 Jahre und habe zwei erwachsene Kinder. Aus einer arbeitsbezogenen Erschöpfung kommend, beendete ich im September 2013 mein  Arbeitsverhältnis und begann im Oktober den Bundesfreiwilligendienst in Volkenroda.

Von den zahlreichen Angeboten und vielfältigen Möglichkeiten vorhandener Einsatzstellen habe ich bewusst dieses Kloster ausgewählt. Ich wollte wieder Sinn für mein Leben finden und Abstand zu Gewesenen gewinnen. Deshalb war ich sehr gespannt und aufgeregt, was wohl auf mich zukommen wird.

Mein Tätigkeitsfeld ist an der  Klosterpforte. Sie dient als Informationsquelle und ist zentraler Anlaufpunkt für anreisende Gäste. Zugleich befindet sich hier auch der Klosterladen, wo es viel Liebevolles zu entdecken und zu kaufen gibt. Ich mag die wohltuende Atmosphäre und die Art von echter Begegnung an diesem Ort.

Ein weiterer Aufgabenbereich ist das Dekorieren, wo ich eigenverantwortlich und voller Freude unsere Speiseräume mit Blumen und Naturmaterialien ausschmücken kann. Ich warte schon sehnsüchtig auf den Frühling, der in seiner Schönheit und Fülle allerhand Inspiration für neue Gestaltung bietet.

Für mich ist der Freiwilligendienst eine wahre Chance, ein Aufbruch, eine Brücke ans Licht. Menschen mitten im Leben bringen sich ein, wo sie gebraucht werden und nützlich sind. Sie können heraustreten aus gewohnten, manchmal auch veränderungsbedürftigen Verhältnissen, um selber Erfüllung und neue Orientierung zu finden.

Aus heutiger Sicht war dieser Schritt der beste für mich. Ich danke der Jesus-Bruderschaft, bei der ich diese Zeit verbringen darf. Es ist Gottes Geschenk und ganz bestimmt ein herausragendes Jahr.

Christina, Februar 2014

 

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