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4. September 2026 | Aktuelles, Berichte

Es muss nicht die Toscana sein

Es muss nicht die Toscana sein

Welcher Kunstschaffende träumt nicht davon – eine Woche in lieblicher Landschaft und einem zauberhaften Anwesen, bei schönstem Sommerwetter mit sympathischen Mitmenschen, entspannten Essen und gutem Wein – malen, meißeln und modellieren? Aber es muss nicht unbedingt die Toscana sein, die dem Künstlerherz dieses Glück vermittelt! Diese Erfahrung machten über dreißig Teilnehmer und Teilnehmerinnen während der Kunstwoche VolkenrodART 2026 im August im Kloster Volkenroda. Landschaft – Architektur – Gemeinschaft – Sommerwetter – und vielerlei Möglichkeiten, sich unter Anleitung gestalterisch auszuprobieren. All dies trug dazu bei, in „künstlerischer Freiheit“ und gleichzeitiger „klösterlicher Gebundenheit“ allen den Raum zu geben, in dem sie Entspannung und Herausforderung, Stille und Gemeinschaft, Abstand und Nähe, Besinnung und Aktion finden konnten, um den eigenen Weg eines künstlerischen Tuns zu finden.

 

The stone controls me

Zum ersten Mal leitete Elli den Workshop „Steinbildhauerei“. Sieben Teilnehmer arbeiteten sich an sieben sehr unterschiedlichen Steinen in ganz eigenem Rhythmus ab – schon von weitem hörbar. Nicht nur die Künstler, auch die Steine machten zunächst, was sie wollten. Es wurde zu einem Lernen. auf den Stein zu hören und den Stein wahrzunehmen, bis ein Weg zu einer neuen Gestalt gefunden wurde. Manche bearbeiteten ihren Stein ganz zaghaft – andere kräftig und von allen sichtbaren Seiten. Am Ende zeigten sieben Bildhauer mindestens zehn Exponate vor. Und einige, die mit der Bahn angereist waren, orderten einen Chauffeur aus der Familie für den Rücktransport.

 

Erde mit eigenen Händen Gestalt geben

Anders bei Petra: Beim Modellieren mit Ton fanden sich einige Wiederholer neben Anfängern ein, die dann auch gleich wussten, was sie wollten. Um einen großen, langen Tisch arbeiteten sie sehr vertieft – Kneten, Formen, Streichen und Streicheln und Verzieren dieses Urstoffs. Nicht alles Gewollte gelang. Auch der Ton macht seine eigene Musik. Die stille Zwiesprache der Teilnehmer und dem Lehm wurde ergänzt durch das lebhafte Austauschen mit den anderen am langen Tisch.

 

Anleitung zum Falschmalen

Die Ermutigung von Jens, auch Fehler zu machen, war für viele Teilnehmer im Workshop Aquarell- und Acrylmalen zunächst eine Barriere. „Zehn Bilder malen, neun wegschmeißen!“ – diese Freiheit musste erst gewonnen werden. Doch Papier, Pinsel und Farbe waren genug da, so dass die einzelnen dann doch in Schwung kamen. Schließlich fand jeder seinen Weg – Farben – Motive – Techniken – Experimente. Am Ende waren wunderbare Bilder entstanden, und Papier war immer noch genug vorhanden.

 

Es muss nicht unbedingt die Toscana sein!

Eine Woche in lieblicher Landschaft und einem zauberhaften Anwesen, bei schönstem Sommerwetter mit sympathischen Mitmenschen, entspannten Essen und gutem Wein – malen, meißeln und modellieren. Dazu die Gottesdienste und Gebetszeiten im Kloster. Die Begegnungen an den Abenden, die schöne Ausstellung zum Abschluss – und darüber hinaus ein Konzert des engelsgleiche Landesjugendchors aus Sachsen-Anhalt – da sind sich Himmel und Erde ganz nah gekommen. Bei der Kunstwoche „VolkenrodART 2026“.

 

Der nächste Termin steht schon fest – VolkenrodART 2027 von 12. bis 18. Juli 2027.

 

Jens Wolf