Predigt von Pfarrer Philip Kampe über Matthäus 25,1-13
Predigt von Pfarrer Philip Kampe über Matthäus 25,1-13
„Beziehungen kann man nicht ererben…“
Sagte ein Teilnehmer des großen Gesamtkonvents* in Volkenroda.
„Man muss sich neu oder tiefer kennenlernen,
Anteil geben und gegenseitig wieder inspirieren.“
Später eine Begegnung im Hofcafé:
Eltern und zwei erwachsene Kinder, hatten sich bewusst ein ganzes Wochenende verabredet: viel Zeit zum Reden, die Familiengeschichte erzählen, Anteil geben am eigenen Leben. Das hat mich berührt und fasziniert. Ob in Familie, Gemeinde oder woanders: Zwischenmenschliche Verbindungen können nicht wie materieller Besitz von Generation zu Generation weitergegeben werden. Anders als Vermögen, Traditionen oder Besitztümer sind Beziehungen das Ergebnis von persönlicher Interaktion, Vertrauen und gemeinsamen Erfahrungen. Sie müssen aktiv gepflegt und aufgebaut werden.
Impuls
Mit wem wünscht Du dir eine intensivere Beziehung?
Was könnten der nächste konkrete Schritt sein, um das zu erreichen?
*Alle drei Jahre treffen sich alle, die im engeren und erweiterten Sinne zur Jesus-Bruderschaft gehören: aus den verschiedenen Orten und Generationen.
Predigt von Pfarrer Philip Kampe über Matthäus 12, 33-36
ein Tischgebet, passend zum Sankt Martinsfest
von Kurt Weigel, aktives Mitglied der Jesus-Bruderschaft
Danken kann ich, Herr,
weil du mir gegeben hast.
Geben kann ich, Herr,
weil du mit mir geteilt hast.
Teilen kann ich, Herr,
weil du mich geliebt hast.
Und weil ich geben und teilen kann,
kann jede Mahlzeit Festzeit sein.
Amen.
Impuls:
Teile heute etwas ganz bewusst mit jemandem.
Foto: Micha Hofmann 2009
Predigt von Pfarrer Philip Kampe über Micha 4, 1-5.
Monatslosung November
Wir warten auf einen neuen Himmel und eine neue Erde
nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt.
2. Petrus 3,13
In der Zeit von Petrus bedeutete dieses Warten, sich vorbildlich zu benehmen, damit das Ende der Welt und das Wiederkommen Christi so schnell wie möglich passiert.
Wie sieht unser Warten heute aus?
Ich nehme die Worte und Beschreibungen in dem Petrus Brief erst einmal einfach so hin. Ich weiß nicht wie und wann genau das Ende der Welt geschehen wird.
Aber das Warten auf Gott hat nie etwas passives…. Es bedeutet, wach zu sein für sein Hineinwirken in unser Leben. Seinen Willen und sein Handeln in unserem Leben zu erkennen.
Die Gegenwart zählt! Vergangenheit ist vergangen, Zukunft ist noch nicht da.
Impuls
Was bedeutet für Dich Gerechtigkeit ?
Glaubst Du an Gottes Gerechtigkeit ?
Predigt von Pfarrer Philip Kampe über Matthäus 22, 15-22.
Am Reformationstag (31.10.2024) finden alle Tageszeitgebete wie üblich statt:
Ein ausführlicher Gottesdienst zum Reformationsfest ist dieses Jahr nicht vorgesehen.
Der Christus-Pavillon wurde mit einem kleinen „Finito“ bereits innerhalb des Gottesdienstes am 20. Oktober für dieses Saison geschlossen. Wiedereröffnung wird zur Christus-Wallfahrt am 4. Mai 2025 sein. Bis dahin finden alle Gottesdienste und Gebetszeiten in der Klosterkirche statt.
Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie,
der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute.
Matthäus 7,24
Wir feiern diese Woche den Reformationstag.
Am 31.10.1517, einen Tag vor Allerheiligen, soll Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg genagelt haben.
Mich erinnert der Reformationstag v.a. daran, dass ich Gottes Wort in meiner eigenen Herzenssprache lesen und hören kann und hoffentlich dann auch umsetzte, was ich verstanden habe – was für ein Geschenk!
Undenkbar, dass das mal anders war.
Impuls
Lies einen Evangeliumstext und entweder:
wähle einen Vers daraus oder formuliere einen Satz daraus, den Du mit in den Tag nimmst und versuchst, umzusetzen.
Schau abends, was Du damit erlebt hast.
(entstanden aus der Spiritualität der Fokolar Bewegung: fazenda.de/wort-des-lebens)
Predigt von Pfarrer Philip Kampe über Micha 6,1-8.
Sr. Miriam erzählt:
ein Bild aus der heutigen Predigt von Philip Kampe hat mich fasziniert:
„Jesus sagt: Wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt,
dem biete die andere auch dar.“
Lutherübersetzung Matthäus 5,39
Ich habe mir noch nie Gedanken gemacht, warum da „rechte Backe“ steht.
Wenn dich jemand auf die rechte Wange schlägt, muss er mit der linken Hand schlagen, oder mit der Handoberfläche der rechten Hand – beides galt damals als unrein.
Zusätzlich zu dem Schlag noch eine Erniedrigung obendrauf.
Wenn du ihm jetzt deine andere Wange anbietest, müsste er mit seiner „guten“ Hand schlagen.
Das beinhaltet zwei Überraschungsmomente:
1.du lässt dich nicht unterkriegen und
2. eine Chance für den Anderen zu überlegen:
was mache ich hier eigentlich – will ich das wirklich?!
Impuls
Liebe deine Feinde – wie kann das konkret werden? Matthäus 5,44
In der Ukraine kann ich nichts tun, aber vielleicht in meiner Nachbarschaft?
Wie könnte so ein Überraschungsmoment in meiner Wirklichkeit aussehen?
Die ganze Predigt findest du auf unserer Homepage im Magazin.
Predigt von Pfarrer Philip Kampe über Matthäus 5,38-48.
Zeichnung unten von Klara J. Kampe, 9 Jahre.
Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Halleluja!
Psalm 150,6
Katrin Frensch, aktives Mitglied der Jesus-Bruderschaft, erzählt zu der heutigen Tageslosung: Seit ich Kind bin, singe ich im Chor. V.a. Kirchenchöre mit viel klassischen Repertoire wie Bachkantaten.
Später sind die moderneren Kirchenlieder dazugekommen: in den Taizé – und Lobpreisgruppen.
Durch die Jahre habe ich gemerkt, dass all diese Liedtexte meine Gebete sehr bereichert haben. Sie geben mir die Worte, wenn sie mir fehlen. Das Schönste sind die Momente, wenn ich loslassen kann, wenn mir die Lieder so vertraut sind, dass ich weitersingen kann ohne mich darauf zu konzentrieren, dann höre ich manchmal Gottes Stimme. Diese Momente kann man nicht „machen“, es ist ein Geschenk, wenn es passiert.
Impuls
Nimm dein aktuelles Lieblingslied und formuliere daraus ein persönliches Gebet.
Das Foto ist in einer Probe des diesjährigen Gospelworkshops unter der Leitung von Hajo Schöne entstanden: vom 10.- 13.10.24 mit 120 Teilnehmer*innen.
Predigt von Pfarrer Philip Kampe.
Was ist denn der Glaube?
Er ist ein Rechnen mit der Erfüllung dessen, worauf man hofft,
ein Überzeugtsein von der Wirklichkeit unsichtbarer Dinge.
Hebräer 11,1 Neue Genfer Übersetzung
Sr. Miriam sagt dazu: Glaube und Gebet mit langen Atem.
An diesen Satz musste ich letzte Woche denken, anlässlich des 3. Oktobers. Gott hat uns die Wiedervereinigung geschenkt – so ein großes Wunder!
…und wie wenig ist geblieben von der staunenden Dankbarkeit… wie lange dauern doch menschliche Veränderungs- und Versöhnungsprozesse.
Ich habe oft gedacht: eigentlich müssten wir in Deutschland die Wiedervereinigung feiern wie die Juden den Auszug aus Ägypten:
jede Woche bei der Sabbatfeier, erzählen sie sich davon, auf welch erstaunliche Weise Gott ihr Gebet erhört und sie befreit hat.
Wir haben auch so ein Wunder erlebt!
Impuls
Dranbleiben im Gebet, eine Wirklichkeit schauen und erbitten, die noch nicht da ist.
Versöhnung und Frieden in unseren Herzen erbitten, damit die äußere Einheit auch eine innere Einheit wird.
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